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18-mal zum Arzt vs. Intensivkind

4. Februar 2010 von syrabo

18-mal im Jahr, wanderte es durch die Medien, gingen die Menschen in Deutschland zum Arzt. Wohl kaum gehört worden ist dabei, dass die Zahlen geschätzt sind. Wie und woran man es genau schätzt, dies ist eine interessante Frage. 18-mal zum Arzt, das schafft schon mal das Intensivkind, obwohl es doch zu der Gruppe gehören müsste, die diese Statistik weit, weit nach oben puschen müsste. Denn eine solche Schätzung muss auch davon ausgehen, es gibt ein Teil der Bevölkerung, die gar nicht zum Arzt gehen, sei es, weil sie von der medizinischen Versorgung abgekapselt sind oder eben ihnen nichts fehlt. Somit braucht es also auch die, welche 36-mal zum Arzt gehen im Jahr, denn dann passt es wieder mit der 18.

Stabilität in der Hilfsmittelversorung

2. Februar 2010 von syrabo

Stabilität in der Hilfsmittelversorgung, ein Traum. Aber was bedeutet Stabilität für uns mit einem schwerstpflegebedürftigen Kind. Punkt eins, ein konstanter Ansprechpartner. Jedes Jahr, wenn die Dauerverordnung neu geschrieben wird und neue Kostenvoranschläge an die Krankenversicherung gehen, kommt sie hoch, diese Angst: Hoffentlich bleibt auch dieses Jahr unser gewählter HomeCare-Service der Vertragspartner der Kasse. Ist dieser ein Vertragspartner, so ist eben auch die Gewissheit hoch für uns, sie wählen keinen anderen.

Pflegenoten mit Nöten

11. Januar 2010 von syrabo

Das Pflegenoten nicht die Qualität der Pflege einfach widerspiegeln können, ist eigentlich logisch, wenn man die Formulare betrachtet, welche die Note berechnen. Für Herrn Professor Dorschner sind sie sogar irreführend, so geht es aus einem Zeitungsbericht hervor. In dem Artikel heißt es:

"Aus den schon im Internet veröffentlichten Qualitätsberichten geht hervor, dass Heime trotz teils gravierend schlechter Einzelnoten bei wichtigen Kriterien wie Prophylaxe gegen Wundliegen, Maßnahmen gegen Inkontinenz und Medikamenten- oder Flüssigkeitsversorgung gute oder sehr gute Gesamtnoten für die Pflege erhielten." aus: Wissenschaftler: Pflegenoten sind irreführend. Freies Wort 10.01.2010.

Daisy vs. Intensivkind

9. Januar 2010 von syrabo

199 kostet Daisy, nicht das Unwetter-Tief an sich sondern die Wetterpatenschaft, wie man auf der MDR-Webseite lesen darf. Eine Patenschaft steht für die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht. Wohl keine nette Patenschaft, denn ein schweres Schneegetöse bedeutet für uns als Frage, kommt denn die Kinderkrankenschwester vom Pflegedienst heile zum Nachtdienst und kommt sie wieder gut nach Hause. Für welchen Part trägt die Paten nun hier Sorge? Dafür das sich Daisy gut entwickelt und ausleben kann als Tief, also dem Unwetter?

Das Leid der Kapsel & dem Antra

6. Januar 2010 von syrabo

Wie kommt man denn an den Inhalt von Kapseln? Sie ziehen die Enden auseinander und siehe da. Stopp, nicht einfach ziehen. Man beachte, zuerst sollte man trockene Hände haben und zweitens, das Ende der Kapsel, was  über das andere drauf geschoben ist, hält man nach oben. Handelt man nicht danach, so passiert es im Fall Eins, die Kapsel wird nass, so dass die Enden verkleben miteinander. An den Inhalt kommt man nicht mehr ohne weiteres ran. Im Fall Zwei, der Inhalt verliert sich beim öffnen der Kapsel nicht dorthin, wo man in eventuell haben möchte, wie auf dem Parket. 

Schnupfen vs. Pflegedienst und Rotlicht

3. Januar 2010 von syrabo

Schnupfen ist in der Regel eine kleine ärgerliche Sache. Er schränkt nicht nur den Alltag ein, sondern man wird auch von seinem Umfeld auf Abstand gehalten, steck mich bloß nicht an. Und beim Pflegedienst ist es ein Mix aus: Wenn die Schwester krank ist, dann fällt bei fehlenden Ersatz der Dienst aus. Oder eben, an sich fühlt sich die Fachpflegekraft trotz laufender Nase fit. Aber da geistert einem als besorgter Vater durch den Kopf: Hoffentlich steckt sie nicht mein Kind im Dienst an. Aber diese Sorge wird gekonnt verdrängt, denn sonst könnte sie auch nicht in die Kitai gehen.

beatmet leben gepackt in eine Zeitschrift

9. Dezember 2009 von syrabo

Außerklinische Beatmung. Fragen Sie mal in Ihrem Umfeld, wer mit diesen Begriff etwas anfangen kann. Beatmung, nun gut, hier wird dem einen oder anderen sicherlich etwas einfallen, was sich dahinter verberge. Ein Teil wird es mit der Sauerstoffgabe gleichsetzen, der andere Teil denkt an eine Maschine, welche die Atemtätigkeit der Lunge übernimmt. Der zweite Teil ist der Richtige. Und außerklinisch - die invasive Beatmung zu Hause, welche von dem einen oder anderen Heimbeatmung benannt wird. Wobei ich beim letzten Begriff auch vorsichtig bin, denn darunter zählt bei vielen mit das CPAP, eine "Sonderform", welche über einen positiven Luftdruck arbeitet. Doch wird hier nicht die Atemtätigkeit ersetzt.

Vergessen die Illusion

3. Dezember 2009 von syrabo

Ich habe sie vergessen, die Traurigkeit, das Lächeln, dein Lächeln und wie sich deine Haarsträhne verfängt in meiner Hand. Die Gedanken ungeformt, kein Laut, keine Stimme. Ich denke darüber nach, dein Gehen, dein Verfangen mit dem Tod, dem Sterben, wenige Jahre, die du uns begleitest. Eine wertvolle Zeit, welche ist es nicht. Jede Zeit, die ich vergass, die hinter mir liegt, die vor mir liegt. Nur im Augenblick möchte, wird die Zeit mit Unachtsamkeit gestraft, wenn es einem zuviel wird, wenn man nur darauf wartet, wann der nächste Crash folgt. Es ist immer ein Kartenhaus, das wir bauen, dass wir mit einem Atemzug zerstören. Es bedarf keiner Hand, die Illusion zu zerstreuen. Es bedarf nur deinem ausstehenden Atemzug, das Warten auf dem Nächsten, um die Illusion über unser Sein zu zerstören.

Pflege in Rituale - über die Grenze

24. November 2009 von syrabo

Die Last der Pflege oder ist eben die gesundheitliche Situation des schwer kranken Kindes, die einem aufzeigt, wo die persönlichen Grenzen liegen? Sie zeigt nicht die Grenzen, zumindest mir nicht. Besser gesagt, man darf die Grenze gar nicht sehen, denn man muss über sie gehen. Oder eben anders: Die persönliche Grenze kommt einem vor wie ein Konstrukt der Angst, einem Bild von dem, was man nicht kennen möchte.  Jahrelange Pflege eines schwer behinderten Kindes ist möglich, es ist möglich sich damit einen Alltag einzurichten, sich daran anzupassen. Warum auch nicht?

Einen Alltag einzurichten - nun daran könnte es wohl scheitern, wenn die Krankheit oder eben die gebliebene Gesundheit jeden Tag meinen, heute zeige ich mal wieder, wie nah das Kind am Tod ist oder eben, was für ein Geschenk es ist für uns, gesund zu sein.

Gehen vom Leben entscheiden

22. November 2009 von syrabo

Man möchte erst gar nicht davon lesen, dass Eltern darüber streiten, ob sie nun die Beatmung ihres kleinen Kindes abschalten oder eben. Ich möchte darüber nicht schreiben und doch spüre ich einen Willen für eine Äußerung. Vielleicht ist es der Wille, hier eine neue Position selbst beim Intensivkind zu finden oder die jetzige zu prüfen, ob sie die Richtige ist. Eben, ob ich sie in einer schweren Krise gehen lassen kann oder dafür kämpfe, das Maximale herauszuholen, was die Medizin bietet im Sinne, das Leben zu erhalten.

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