Intensivkind: Die gute, nein böse Schwester
Die böse Schwester - die gute Schwester, so würden oder könnten Eltern die Pflegenden vom Intensivkinde einteilen, liest man in einem Fachartikel der neuen Zeitschrift "beatmet leben". Ob diese Einteilung stimmt? Ich selbst kann dies nicht bezeugen bei anderen. Zumindest bei uns gibt es diese Einteilung nicht. Obwohl, die gute Schwester gibt es schon, doch ist eine Schwester böse, dann wird ihr die Tür erst gar nicht geöffnet.
Aber ob oder wann eine Schwester gut ist, ist auch ein Merkmal, was ich nicht allein gelten lassen kann. Meine Erfahrung sagt, es gibt die "tollen" Schwester, die fachlich top sind und in die Familie passen ohne dass man groß etwas dran arbeiten muss. Stopp, sie muss bei uns nicht zu 100 Prozent in die Familie passen, sie muss zum Intensivkind eine gute Beziehung aufbauen können und natürlich danach arbeiten, wie wir es als erforderlich sehen.
Und hier beginnt auch die Diskussion. Wenn die Eltern eine Schwester fachlich top finden, ist sie es dann wirklich? Schwierig, denn Eltern haben eine ganz unterschiedliche Bandbreite an Vorstellungen über Qualität in der Pflege und dem medizinischen Wissen wie auch den Fähigkeiten. Ein Topschwester für die Pflegedienstleitung, die kann bei den Eltern gnadenlos durchfallen, weil sie die geforderten Handgriffe beim Kind nicht beherrscht. Und dann gibt es die Schwestern, die mit der Familie top klar kommen und somit für die Eltern der fachliche Maßstab ist. Andere Eltern überzeugt die gleiche Schwester nicht.
Die böse Schwester, dies sagen wir also nicht. Es ist die Schwester, die mit dem Kind keine Basis findet und die Pflege irgendwie nicht passt. Sie ist schlecht, dies so zu formulieren wäre auch falsch, denn der Pflegenotstand fordert auch, sich zu arrangieren, auch wenn es mal nicht 100 Prozent passt oder man auch als Elten lernt, manch eine brauch auch etwas länger, um anzukommen.














