Monatsarchive: September 2010

Schwerstkrank — eine Last für die Gesellschaft

Was bewegt die Men­schen, wel­che die Frage stel­len, ob Schwerst­kranke den Sui­zid anstre­ben dür­fen, wenn sie mei­nen, sie fal­len den Ange­hö­ri­gen und der Gesell­schaft finan­zi­ell zur Last? Für mich beinhal­tet diese Frage auch Fol­gende: Wie weit haben Schwerst­kranke eigent­lich ein Recht dar­auf, dass ihre krank­heits­be­ding­ten “Mehr­kos­ten” von der Gesell­schaft getra­gen wer­den? Denn es klingt schon merk­wür­dig,

Behindertenhilfe in Bulgarien

Da heißt in einem Arti­kel der Sud­west Presse vom 27.09.2010 “Eine stille Kata­stro­phe inmit­ten Euro­pas”: “238 behin­derte Kin­der sind dem­nach in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren in bul­ga­ri­schen Hei­men gestor­ben — unter­er­nährt, ver­wahr­lost und erfro­ren in ein­genäss­ten Bet­ten.” Trau­rig und ich finde keine Worte, nur eine Asso­zia­tion jagt sich durch mei­nen Schä­del: Die Gesund­heits­re­form. Sicher­lich etwas

IFF in Thüringen: Nur noch eine halbe Stunde Physiotherapie

Eine halbe Stunde Phy­sio­the­ra­pie — reicht dies für ein schwerst­be­hin­der­tes Kind mit Epi­lep­sie und Tra­cheo­st­oma. Ich denke nicht, doch durch die Tarife der neuen Rah­men­ver­ein­ba­rung in Thü­rin­gen für inter­dis­zi­pli­näre Früh­för­de­rung (IFF) wurde ges­tern in der Kita deut­lich, es wird wohl in Zukunft nur eine halbe Stunde Phy­sio­the­ra­pie geben am Stück. Aktu­ell sind es gute 45

Krankenkasse: Kommunikation und Wartezeit

Über den Leis­tungs­spie­gel einer Kran­ken­kasse wird der eine zufrie­den sein, der andere hat so seine Sor­gen. Uns treibt eher hier die Sorge umher, ob denn die Kom­mu­ni­ka­tion hin zur Kasse mit Brief & Co. so wirk­lich funk­tio­niert. Denn so war­ten wir immer noch auf ein Ant­wort­schrei­ben zum Wider­spruch für den letz­ten Kin­der­hos­pi­z­auf­ent­halt in die­sem Som­mer.

500 Meter in zumutbarer Zeit

Nach dem Urteil emp­fiehlt es sich wirk­lich aufs Flach­land zu zie­hen, doch ach­ten Sie dabei auch dar­auf, dass Super­markt, der nette Gemü­se­händ­ler, Ihre Bank wie auch Ihr Arzt und Apo­the­ker gleich um die Ecke woh­nen. Denn wenn Sie am Berg wohn, dann wird es schwer, wenn die Kran­ken­kasse meint, ihnen steht nur ein Stan­dardroll­stuhl zu.

Kopfpauschale: Ihr Nein ist gefragt

Die Kopf­pau­schale wird, wenn ich es rich­tig ver­stehe, gewisse Wei­chen stel­len für ein Gesund­heits­sys­tem mit der Aus­rich­tung in die pri­vate Ver­si­che­rung. Also das Soli­dar­prin­zip von heute wird ein­mal von ges­tern sein. Ein Pro­blem, denn wenn die Kran­ken­ver­si­che­rung nicht mehr von allen getra­gen wer­den kann, wird sie für die einen unbe­zahl­bar. Für die ande­ren gibt es