Hausmann

Der Samstag und kein Hausmann

Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen, die familiäre Müllentsorgung gehört in des Mannes Hand. Sie stimmen dem nicht zu? Sie schaffen selbst den Müll bis zur nächsten Tonne, denn es bleibt Ihnen als Hausfrau nichts anderes übrig. Vielleicht machen sie etwas falsch, vielleicht auch nicht. Zumindest wenn man bei uns Samstagmorgen über den Wohnweg wacht, kommt ein Vater nach dem nächsten raus und bringt den Müll zur Tonne der kommunalen Abfallentsorger.

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Das Leben als Hausmann: Zum Jahresende

Ging es Ihnen genauso, als Sie das erste mal mit dem Begriff "Hausmann" in Berührung kamen: Sie lächelten und dachten, was für eine niedere Tätigkeit. Ja, sie bereitet viel Mühe und wenig Lust. Und jetzt, nach einer gewissen Zeit der Rolle als Hausmann, geht es Ihnen da noch genauso? Sie nicken ein Nein. Sie sind positiv überrascht, doch die Weihnachtszeit, die macht Ihnen schwer zu schaffen. Ja, ihre Frau, sie packt mit an, hilft in der Küche, im Bad und im Kinderzimmer. Aber der Berg Wäsche türmt sich vom Besuch, der Boden muss innerhalb von zwei Tagen wieder gesaugt werden, die Küche gewischt. Sie stöhnen, doch Sie wissen auch, wenn ihre Frau hier mithilft ...  Es wird allein schon zu einer kniffligen Angelegenheit, wenn nicht sogar einer ärgerlichen, wenn Sie Ihre Liebste einkaufen schicken. Sie haben auf den Zettel nur Weichspüler, Waschmittel & Co. vermerkt und mit was kommt ihre Frau nach Hause? Sie packen aus und stöhnen. Es ist nicht nur der Preis, sondern die falsche Marke. Sie stöhnen. Sehen Sie es als Chance, neue Produkte kennen zu lernen, aber an sich, Sie dürfen stolz auf sich sein, Sie haben die gewissen Punkte gelernt: Als Hausmann lässt sich sogar wirtschaftlich gut arbeiten, es muss nicht immer das Markenprodukt sein, was man als Putz- oder Waschmittel braucht und wenn, dann ist es eine bestimmte Marke, die zu ihren "individuellen" Haushalt passt.

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Sitzt nicht, die Erdnusspackung

Bei piri war es ein Glas, was in der Küche zerschelte und bei mir waren es zwei Baby-Glasflaschen, welche gestern die Nähe zum Küchenboden suchten. Die Schuld bei uns trug eindeutig die Packung mit den Erdnüssen. Nicht das jemand auf die Idee käme, die Flaschen hätten zu nah am Rand des Küchentisches gestanden.

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Das Leben als Hausmann: Nicht vergessen, Ihr Hobby!

Blühen Sie gerade auf als Hausmann oder haben Sie sich damit abgefunden, weil Sie denken, Sie müssen da durch, entweder weil Ihnen gerade der Arbeitsmarkt nicht wohl gesinnt sei oder Ihre Frau meine, wenn Sie schon zu Hause rumsitzen, dann gehört aber auch der Herd, die Spüle und das Kind in Ihren Bereich.

Manches konnten Sie wieder abgeben, sei es der Herd oder die Brote, die abends noch belegt werden müssen für den nächsten Tag, fürs Kind, für die Frau. Gut so, die Arbeit mache jetzt halbwegs Spaß, spricht es in Ihnen. Aber, egal zu welcher Gruppe Sie gehören, ob zum zufriedenen Hausmann, der den Wert seiner Arbeit kennt, oder zu dem, der darauf wartet, bis es endlich vorbei ist und seinen Platz auf dem Sofa findet. Dem Letzteren sei aber gesagt, es gibt kein Vorbei am Haushalt. Es gibt nur ein Weniger oder aber die Hausarbeit erfährt eine Kompression mit Folgen in der Qualität, wenn Sie sich keine Putzkraft leisten können.

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Das Leben als Hausmann: Die Einkaufsliste

In der letzten Kapitel ist Ihnen sicherlich klar geworden, der Job als Hausmann bedarf mehr als nur eine Ahnung zu haben, was alles zu tun sei. Vielleicht denken Sie auch, der Autor nimmt das Thema zu ernst, macht daraus ein durch und durch strukturiertes Ding, ohne Spontanität, ohne Leidenschaft. Dann legen Sie Ihre Liste beiseite, falls Sie überhaupt eine angefertigt haben. Sie sollten eine Ahnung bekommen, darüber, was alles zu schaffen sei, was ist realistisch, und wie viel Sie leisten müssen bis auch die Krümel unter der Couch verschwinden. Sie haben noch die Liste, haken jeden Tag Ihre Aufgaben ab, und fragen nun, warum erst dieser Aufstand damit. Bleiben Sie dabei! Doch erschrecken Sie nicht, jetzt kommt noch ein Zettel dazu: Der Einkauf.

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Das Leben als Hausmann: Optimieren Sie!

Sie haben Ihre ersten Lektionen zum Hausmann durch, haben langsam daran gefallen gefunden Socken zu sortieren oder auch nicht. Zumindest könnte es Ihnen passieren, dass Sie an dem Punkt kommen: Es sind doch alles niedere Arbeiten im Haushalt. Kein Wunder, dass der Ruf der Hausfrau so schlecht ist, dass man ihren Wert nicht schätzt. Doch lassen Sie sich nicht täuschen von dem, was das Umfeld um sie herum meint oder Ihren eingestanzten Vorurteil gegenüber der Hausfrau. Seien Sie sich im Klaren, dass das Urteil auch daher ruht, damit der Mann trotz seiner Abwesenheit vom Haushalt weiterhin die Herrschaft behält in den vier Wänden, also die geliebte Frage: Wer hat denn bei euch die Hosen an, soll für ihn immer eine zufriedene Antwort ergeben. Und haben die Anderen überhaupt eine Ahnung von der Profession Ihrer Arbeit?

Sie glauben mir nicht, dass Ihre Arbeit eine Profession hat. Nun, dann sind Sie vielleicht noch nicht soweit, brauchen noch Übung in den grundlegenden Dingen der Hausarbeit wie das Waschmaschine anstellen oder der Bedienung des Staubsaugers. Aber es wird der Zeitpunkt kommen, wie im Berufsleben allgemein: Die Routine beginnt sich zu verselbstständigen. Sie denken gar nicht mehr darüber nach, wann sie die Waschmaschine füllen und welches Programm sie wählen müssen oder ob man für jenem oder diesem Teppich den Turbo braucht beim Staubsauger. Es geht Ihnen völlig locker von der Hand.

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Das Leben als Hausmann: Die Beziehungen sind es

Sie sind immer noch dabei, Sie verfolgen die Idee, ein guter Hausmann zu werden, mehr noch als das. Sie können gar nichts anders, sagen Sie. Ihre Frau hat entschieden, die Brötchen bringt sie nach Hause. Ihnen bleiben die Kinder und die Ordnung in den vier Wänden. Machen Sie sich nichts draus. Sie sind nicht der Einzige und es gibt Unzählige in ihrer Position: Die genießen es.

Sie schütteln mit dem Kopf. Ich sage Ihnen: Bleiben Sie dran, auch wenn Sie nach dem ersten Kapitel ein leichtes Zögern spürten: Es hätte Sie nicht zum Hausmann gemacht. Nun, darum kommen wir zum Nächsten, was Sie dafür brauchen: Es sind Beziehungen. Ich rede da nicht von Affären, einer Liebschaft mit einer Studentin aus dem Hinterhof. Vergessen Sie diesen Gedanken sofort, ein Techtelmechtel und vielleicht noch Sex, das bringt bekanntlich mehr Aufregung, als es Sie befriedigen wird.

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Das Leben als Hausmann: Eine Frage des Stils

Das Erste, worüber Sie sich im Klaren sein müssen: Es ändert sich nichts. Sie werden nicht dadurch besonders sexy und es ist höchst unwahrscheinlich, dass Sie als Hausmann in die Liste der populärsten Männer aufsteigen.

Diese Auskunft schreckt Sie nicht ab und Sie wollen sich trotzdem nicht nur mit der Bestückung der Spülmaschine auseinandersetzen, sondern auch wissen, wie man weiße Wäsche vom bunten frei hält, obwohl man eine dunkle Socke immer wieder in der gleichen Waschladung hat. Dann müssen Sie sich den Punkt zwei gefallen lassen: Sie brauchen Stil.

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Die Qualität der Haushaltstätigkeit

Letztens hatten wir uns mit dem Wert der Hausarbeit auseinandergesetzt, so möchte ich heute über die Qualität der Arbeit im Hause sprechen. Jetzt mag vielleicht ein so mancher Leser stöhnen, ich sei wohl jetzt ganz durchgeknallt in meinem Hausmann-Dasein. Doch da bitte ich um Ruhe, schließlich möchte ein jeder, zumindest die meisten, sich in seinen vier Wänden wohlfühlen. Vorweg, bei der täglichen Hausarbeit vom Hausmann geht es natürlich auch um die Quantität, also möglichst viel in kurzer Zeit zu schaffen, damit man aus der Rolle, die der Staublappen und Kochtopf bestimmt, schnellstmöglich wieder raus kann. Denn wer mag schon dem netten Herrn vom Paketdienst in Gummihandschuhen und Kittel begegnen. Aber dies ist wieder ein anderes Thema.

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Das Glück und die Hausarbeit

Macht Hausarbeit glücklich? Klar, wenn ich so am Herd stehe und dem brodelnden Essen zu schaue und mir dann vorstelle, dass ich gleichzeitig die Spülmaschine ausräume und dann noch das Kind nebenher ... Mal ganz ehrlich, wie weit kann die Rolle als Hausmann oder auch der Hausfrau das Leben ausfüllen, Sinn geben. Aber jetzt keine vorschnelle Antwort, sondern stellen sie sich vor, sie liegen auf dem Totenbett und ihre Enkel, die Urenkel stehen daneben und fragen ihre Kinder: "War Großvater (Großmutter) denn glücklich? Sie war doch das ganze Leben nur ..."

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