integrativer Kindergarten

Frühförderung und die Physiotherapie

Frei assoziiert steht das Intensivkind für ein unendliches Arsenal an Baustellen, ob gesundheitlich oder eben, um die Versorgung für das Kind aufrecht zu erhalten. Man hat einfach gar nicht mehr das Gefühl, hier irgendwo noch einmal einen Überblick über die Lage zu finden, denn kaum hat man eine Baustelle inspiziert, dann eröffnet sich die Nächste. Die Neue heißt: Physiotherapie in ihrer integrativen Tagesstätte. Denn, ob es diese weiter gibt, steht auf wackeligen Beinen.

Der Grund ist auf der Webseite unserer Selbsthilfegruppe nach zu lesen.

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Schnupfen vs. Pflegedienst und Rotlicht

Schnupfen ist in der Regel eine kleine ärgerliche Sache. Er schränkt nicht nur den Alltag ein, sondern man wird auch von seinem Umfeld auf Abstand gehalten, steck mich bloß nicht an. Und beim Pflegedienst ist es ein Mix aus: Wenn die Schwester krank ist, dann fällt bei fehlenden Ersatz der Dienst aus. Oder eben, an sich fühlt sich die Fachpflegekraft trotz laufender Nase fit. Aber da geistert einem als besorgter Vater durch den Kopf: Hoffentlich steckt sie nicht mein Kind im Dienst an. Aber diese Sorge wird gekonnt verdrängt, denn sonst könnte sie auch nicht in die Kitai gehen.

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Alltag wie jeden nicht

Wie geht es ihr? Ein Nein möchte man am liebsten dieser Frage geben. Man möchte nicht darüber reden, ob die Tage jetzt anstrengend waren, ob die Epilepsie ein unfreundlicher Mitspieler ist, ob die Nächte durchwacht werden, sie keine Ruhe findet. Man möchte nicht weinen, man möchte nur schweigen, ihr einen Kuss geben, sie in die hütende Hand der Anderen wie in der Kitai geben, wo man spürt, sie ist dort gut aufgehoben. Heute folgte kein Anruf, es wäre dies, der Bauch, nicht lokalisierbare Schmerzen und sie hatte wieder nur zweimal fünf Minuten geschlafen. Zu wenig der Ruhe und doch kennt man es schon und doch ist sie ab den Mittag erschöpft, eine anstrengende Therapie versagt, dafür zeigt sie keine Geduld, keine Aufmerksamkeit. Der Tag drückte sich in den Nachmittag und man nimmt sie wieder mit zu sich, steigt in den Bus, den Abend zu, das Programm bis die Schwester kommt. Wenn die Ruhe siegt ist es nicht die Luft im Bauch oder ein sonstiges Ärgernis. Manchmal gesellt sich dann ganz ohne Kampf der Schlaf zur Ruhe, als wäre es schon immer so, ein ganz normaler Abend, wenn dann die Epilepsie sie nicht wieder wecken würde.

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Physiotherapie & Verordnung - Wer sagt es dem Arzt

Ein Arztrezept, das kann schon für Wirbel sorgen. Diesmal geht es nicht um die Verordnung eines Hilfsmittels und die Frage der Ablehnung eines Solchen und dem folgenden Widerspruch bei der Krankenkasse. Nein, die letzten größeren Verordnungen in dieser „Sparte“ der Krankenkasse wurden bejaht wie der Lifter fürs Bad oder den Hilfen für die Kommunikation. Es dreht sich jetzt auch gar nicht um den Part der Krankenkasse, sondern um das medizinischen Zentrum, was uns die Physiotherapie-Rezepte ausstellt.

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Integration & Kita: Bleibt nicht ohne Streik

Da streikt die integrative Kitai und doch was heißt es für Eltern mit einem schwer kranken und / oder behinderten Kind? Nicht, dass ich die Idee des Streiks infrage stellen möchte. Sie sind ein Instrument für die gesellschaftliche Entwicklung, eine Verweigerung, die über zu ändernde Bedingungen bei den Streikenden hinweist.

Streik bedeutet Kita-Ausfall und letzten Donnerstag traf es unsere Einrichtung, doch nur zum Teil. Denn so gab es eine Notbesetzung für die Familien, welche einfach nicht mit dem Kind Zuhause bleiben können. Die einen können nicht einfach vom Job fernbleiben, andere haben einen wichtigen Termin, der nicht verschoben werden kann.

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Der MRSA und die Teilhabe am Leben

Greift die Sanierung der Trachea nicht, sondern der MRSAi nistet dort weiter, so sieht es wohl schlecht aus mit dem weiteren Kindergartenbesuch. Ein Verbot bekommt sie nicht vom Amt, doch, so wie wir es bisher erfuhren, die Isolierung müsste so hochgefahren werden, dass es für den Kindergarten nicht leistbar ist.

Zuerst bräuchte sie ein Einzelzimmer und dann dürfen alle, die sie besuchen, nur mit Kittel, Mundschutz und Handschuhe den Raum betreten. Ein Standard, der in der Klinik üblich ist und als hätte sie den CA-MRSA. Ihr Zimmer dürfte sie dann wohl auch nicht mehr verlassen, denn betritt sie einen anderen Raum, so muss dieser danach desinfiziert werden. Das würde für den regulären Kitabetrieb zu einer wahren logistischen Meisterleistung werden.

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MRSA und keiner will Dich haben

Sicherlich, der MRSAi, ein multiresistenter Staphylokokkenkeim, hat sein gefährliches Potential und ihm hallt dafür ein gewaltiger Ruf voraus. Gefährlich ist er für Immungeschwächte und bei offenen Wunden. Und Samstag ging es los bei uns. Bauchweh sorgte für den Weg zum Kinderarzt, nebenbei kam dort das Ergebnis des letzten Abstriches vom Tracheostomai auf den Tisch: MRSA. Das Bauchweh konnte nicht gelöst werden und der Ultraschall wies auf eine hoch liegende Verstopfung hin. Also ab in die Klinik.

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Intensivkind & Kindergarten: Wer zu streiken hat

Wer nun eigentlich zu streiken hat, konnten wir die ersten drei Tage der Woche nicht klären. Unser integrativer Kindergarten sollte, wollte oder hat nicht, wer auch immer das entschied. Aber das Kind, es meinte, wenn die nicht streiken, dann bleibe halt ich zu Hause. Na, gemeint hat sie es wohl selber nicht, es war wohl eher ein Infekt, Fieber und ...

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Jena, Frühförderung und ein Muss vor Ort?

Was wäre, wenn es aufgrund der jetzigen, neuen Bedingungen für die Frühförderung von behinderten Kindern, es in Jena keine Frühförderstelle mehr gäbe? Ein Ding der Unmöglichkeit in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern würden vielleicht einige sagen. Schließlich, es gäbe nach dem Sozialgesetzbuch doch ein Recht auf heilpädagogischer Frühförderung. Ja, dies schon, wenn es da heißt:

"(1) Heilpädagogische Leistungen nach § 55 Abs. 2 Nr. 2 werden erbracht, wenn nach fachlicher Erkenntnis zu erwarten ist, dass hierdurch 1. eine drohende Behinderung abgewendet oder der fortschreitende Verlauf einer Behinderung verlangsamt oder 2. die Folgen einer Behinderung beseitigt oder gemildert werden können. Sie werden immer an schwerstbehinderte und schwerstmehrfachbehinderte Kinder, die noch nicht eingeschult sind, erbracht. (2) In Verbindung mit Leistungen zur Früherkennung und Frühförderung (§ 30) und schulvorbereitenden Maßnahmen der Schulträger werden heilpädagogische Leistungen als Komplexleistung erbracht." § 56 SGBi IX. aus bundesrecht.juris.de
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Jena: behinderte Kind: Physiotherapie und offener Leserbrief

Es bleibt in Thüringen, zumindest in Jena, wohl aktuell ein Problem: die Sicherung der Heilmittel, also der Physiotherapie, Logopädie und die Ergotherapie, in den integrativen Kindergärten. Ein neuer Rahmenvertrag für die Regelung der Frühförderung ist der Ausgang. Obwohl dieser Vertrag nichts über die Einrichtungen verhandelt, doch so betrifft er diese.

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