Klischee - Vorurteil

Kann man von Windeln abhängig werden?

Es gibt schon Fragen, da ... also mal ganz im Ernst: Kann man von Windeln abhängig werden? Ich würde dem glatt ein Nein geben. Zumindest sehe ich eine körperliche Abhängigkeit als ausgeschlossen. Dem Körper ist es schlicht weg egal, ob eine Windel um die Genitalien drum ist oder nicht. Er, der Körper mal getrennt vom menschlichen Intellekt, empfindet nur sein Bedürfnis sich entleeren zu müssen und versucht dieses dann auszuführen, egal wo und wann. Erst mit unserem „Kopf“ können wir uns eine so genannte „Sauberkeit“ anerziehen. Ob wir es müssen, sollten und welche Gründe es uns gebieten, spielt sicherlich eine wichtige Rolle dabei. Würden wir uns die Kontinenz, das Kontrollieren des Harndrangs oder Stuhlgangs, nicht antrainieren, so würde der Körper sich eben dort entleeren ... Lassen wir das.

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Frist zur Abtreibung - Leben mit behindertem Kind

 "Nur wenn das Leben mit einem behinderten Kind leichter ist, werden sich Eltern öfter dafür entscheiden. Und selbst dann bleibt eine Gesellschaft, die Autonomie und Gesundheit als wichtigste Merkmale eines gelungenen Lebens definiert, latent behindertenfeindlich." aus: Vernünftige Frist. sueddeutsche.de, 22.04.09

Einen treffenderen Satz hätte man zum Thema "Abtreibung eines behinderten Kindes" bald nicht finden können. In dem Artikel geht es um die kommende drei Tage Bedenkzeit für die Schwangere. Vorweg meint der Autor, die Zahl der Spätabtreibungen wird durch die neue "Frist" nicht sinken. Dies denke ich auch. Das obere Zitat selbst steht als Folgerung des folgenden Satzes:

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Unterwegs mit dem behinderten Kind - der Außenseiter

Da wäre sie mit dem Fahrrad fast in ein Auto gerollt. Wohl selbst dran Schuld, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren, blieb sie lieber mit ihrem Blick auf unserer Lady hängen. So viel Aufmerksamkeit bekommt man nicht alle Tage und dies auch nur, wenn man eben nicht zu der Masse zählt, zu den Außenseitern sich drängt.

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Schwierigkeit beim Lernen ist keine Lernbehinderung

- Zur Diskussion -

Steigt man etwas tiefer ein in das Thema "Mensch mit Behinderung", so stößt man unweigerlich auf den Satz oder Slogan: Behindert ist man nicht - behindert wird man. Deutlich wird dies auch beim Word "Lernbehinderung", wie es der Blog "Legasthenie ist keine Schande" anreißt: Legasthenie kann zu Schwierigkeiten führen beim Lernen, stellt aber keine Behinderung der intellektuellen Fähigkeiten dar.

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Alltag behinderte Kind: Bläken vs. Weinen

Bläkt oder weint das Kind? Manch einer kennt es sicherlich, das Wort "bläken", was nichts weiter bedeutet als weinen. Nichts weiter? Nun letztens fiel das Wort und wir fragten uns, ob es zu unserem Kind passt. Unsere Antwort: Die Lady, sie bläkt nicht, wenn, dann weint sie. Schließlich bläken heißt so viel wie weinen ohne Grund und ist einfach abwertend gemeint.

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Das Leben als Hausmann: Die Beziehungen sind es

Sie sind immer noch dabei, Sie verfolgen die Idee, ein guter Hausmann zu werden, mehr noch als das. Sie können gar nichts anders, sagen Sie. Ihre Frau hat entschieden, die Brötchen bringt sie nach Hause. Ihnen bleiben die Kinder und die Ordnung in den vier Wänden. Machen Sie sich nichts draus. Sie sind nicht der Einzige und es gibt Unzählige in ihrer Position: Die genießen es.

Sie schütteln mit dem Kopf. Ich sage Ihnen: Bleiben Sie dran, auch wenn Sie nach dem ersten Kapitel ein leichtes Zögern spürten: Es hätte Sie nicht zum Hausmann gemacht. Nun, darum kommen wir zum Nächsten, was Sie dafür brauchen: Es sind Beziehungen. Ich rede da nicht von Affären, einer Liebschaft mit einer Studentin aus dem Hinterhof. Vergessen Sie diesen Gedanken sofort, ein Techtelmechtel und vielleicht noch Sex, das bringt bekanntlich mehr Aufregung, als es Sie befriedigen wird.

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Polizeiruf 110: Ungelöst und Sehenswert

Ungelöst ist der Fall des gestrigen Abends nicht, "Rosis Baby", denn dies würde mit Sicherheit auch den sonntäglichen Zuschauer überfordern, einen Tag vor der Arbeit abends im Bett noch nach dem Täter selbst zu fahnden.

Ungelöst ist auch nicht, was mit dem Baby von Rosi, einer jungen Frau mit "geistiger" Behinderung, passiert. Vielleicht ist hier auch zu viel gelöst worden an dem Punkt: Bekommt ein Mensch mit einer Behinderung ein Kind, so gehört es abgetrieben.

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Das Leben als Hausmann: Eine Frage des Stils

Das Erste, worüber Sie sich im Klaren sein müssen: Es ändert sich nichts. Sie werden nicht dadurch besonders sexy und es ist höchst unwahrscheinlich, dass Sie als Hausmann in die Liste der populärsten Männer aufsteigen.

Diese Auskunft schreckt Sie nicht ab und Sie wollen sich trotzdem nicht nur mit der Bestückung der Spülmaschine auseinandersetzen, sondern auch wissen, wie man weiße Wäsche vom bunten frei hält, obwohl man eine dunkle Socke immer wieder in der gleichen Waschladung hat. Dann müssen Sie sich den Punkt zwei gefallen lassen: Sie brauchen Stil.

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Das Trauma, ein behindertes Kind

Es fällt mir schon immer schwer zu glauben, dass allein die Tatsache, man hat ein behindertes Kind, einem den "Boden unter den Füßen" weg zieht, man dadurch einen schweren "Schicksalsschlag" erleidet. Eine Antwort auf meinen Zweifel dazu habe ich auch jetzt gefunden in dem Satz:

"Das Trauma ist nicht eine Einwirkung eines Ereignisses auf ein Individuum allein, vielmehr erhält es traumatische Relevanz erst durch die Wirkung und Bedeutung." (S. 10. Hirsch, Mathias. Das Kindesopfer. Eine Grundlage unserer Kultur, Bibliothek der Psychoanalyse. Psychosozial-Verlag. Gießen. 2006)

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"Big Brother" vs. Menschen mit Handicap

"niewohfolle" - ja so könnte man einen Artikel oder eher Kommentar vom sechsten Januar auf der "Mainpost" bezeichnen oder auch nicht. Sie kennen das Wort "niewohfolle" nicht. Der Autor schon. Aber ich kenne es auch nicht und meine Rechtschreibkorrektur zeigte mir auch die rote Karte. Ja, was soll man von dem Artikel halten, in dem die Sendung Big Brother eine Art Behinderung ist, also mit den Menschen gleichgesetzt wird, die ein Handicap haben.

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