Krankenkasse

Kopfpauschale: Ihr Nein ist gefragt

Die Kopfpauschale wird, wenn ich es richtig verstehe, gewisse Weichen stellen für ein Gesundheitssystem mit der Ausrichtung in die private Versicherung. Also das Solidarprinzip von heute wird einmal von gestern sein.

Ein Problem, denn wenn die Krankenversicherung nicht mehr von allen getragen werden kann, wird sie für die einen unbezahlbar. Für die anderen gibt es dann nur noch eine Minimalversorgung und die Dritten mit gutem Verdienst können sich dann die wichtigen "Features" dazu kaufen.

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Krankenkassen & Sparen: Wie denn?

Die Krankenkassen wollen und müssen sparen, so heißt es, und die PatientInnen, wie unser Intensivkind, spüren es deutlich. Es wird keine Hospizpflege gezahlt für die Kinderhospizaufenthalte, es wird ein neuer Windelprovider "vorgeschrieben" und der Home-Care-Service für unsere Nahrungspumpe war der Krankenkasse auch nicht mehr passend. Frei nach: Es geht auch billiger.

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Schwer Krank und die richtig(,) gefälschte Arznei

Es ist ein Schlag ins Gesicht der chronisch erkrankten Patienten und ihr Vertrauen in "ihre" Apotheke. Heute klang es durch die Medien, dass illegal vertriebene Medikamente jetzt auch in den "regulären" Apotheken aufgetaucht sind, so eine Nachricht. Und da gibt es ist nicht nur eine Sparte von Arzneimitteln, wie den Potenzmitteln, wo man vorsichtig sein sollte. Die Palette der gefälschten Medikamente zieht sich wohl von den Schmerzmitteln über Antibiotika bis hin zu Präparaten zur Krebsbehandlung. Ein Zitat:

"Die Masche: Apotheker kaufen illegal zu günstigen Preisen Wirkstoffe auf dem grauen Markt, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Mit diesen Wirkstoffen mischen sie dann individuell auf zum Beispiel Krebs-Patienten abgestimmte Lösungen an." Gefälschte Medikamente in norddeutschen Apotheken auf NDR Fernsehen: Markt 8.8.2010
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Thüringen: Frühförderung und Physiotherapie

Es ist wieder zum Thema geworden: die Physiotherapie in der integrativen Kindertagesstätte. So musste ich heute erfahren, dass die Krankenkassen den alten Rahmenvertrag für die Frühförderung jetzt einseitig zum 30.9. aufgehoben hätten.

Ist dies so, so ist es ein Problem, da es immer noch keine Lösung in Jena in der Kitai von unserer Lady gibt, wie es dann mit der Physiotherapie weiter gehen kann. Ein Problem? Nicht ganz, denn auch wenn die Krankenkassen den Rahmenvertrag aufheben, ist es noch nicht heraus, ob sie die Physiotherapie weiter finanzieren würden. Und, so verstehe ich es, gegen die "Aufkündigung" kann man wohl erst vorgehen, weil es einseitig nicht ginge, wenn die Krankenkassen auch wirklich nicht mehr die Leistung in der integrative Kita bezahlen.

Die Hoffnung, unsere Lady bekommt trotzdem weiterhin die Therapie, ist nicht groß und somit muss man wohl erst einmal eine Nachfrage ans Sozialministerium vom Land starten, was denn hier nun dran sei.

Und nebenbei: Das Wort Inklusion wird immer häufiger zum Schlagwort, wenn man so durch Netz stöbert. Ohne Heilmitteln in den Einrichtungen wie Physiotherapie wird es nichts mit Integration und somit erst recht nichts mit Inklusion. Denn gerade diese Therapien sichern mit die Förderung und Rehabilitation ab. Eine Therapie am Nachmittag ist für viele Kinder mit Behinderung nicht möglich.

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Drohende Insolvenz der Krankenkasse und der Windelprovider

Und es schlägt wieder zu, das Unwort „Umversorgung“. Die Krankenkasse vom Intensivkind will den üblichen Preis pro Windel nicht mehr zahlen. So zumindest verstanden wir unseren bisherigen Windelversorger. Schade, da die Qualität der Windeln gut ist.

Jetzt stellt sich uns die Frage, ob dies mit sogenannten Liquiditätsprobleme zu schaffen hat. Zumindest macht man sich da schon so seine Gedanken, aber dann wird einem erzählt, dass die Kassen ja irgendwie staatlich sind und die Rechnungen bezahlt werden.

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Die insolvende Krankenkasse

Hat man eigentlich etwas falsch gemacht, wenn die eigene Krankenkasse vor der Insolvenz steht? Ich weiß nicht, aber mit ein Stück Angst trägt man ab dem Zeitpunkt schon, denn ein Intensivkind „erzeugt“ nicht nur punktuelle Kosten, sondern Monat um Monat. Zahlt die Krankenkasse nicht mehr, so kann es für den „Leistungserbringer“ ärgerlich werden und, je nach seiner finanziellen Stärke, muss er wohl dem Intensivkind kündigen, oder wie. Es ist also diese Angst, die man in sich trägt und man ist einfach blockiert. Denn man war froh, dass einem die Versorger oder eben Leistungserbringer über Jahre an der Seite blieben.

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Herr Hellmuth - Deine Nahrungspumpe

Nahrungspumpen brauchen einen Namen ... Stopp, nein! Kennen Sie es auch, Sie müssen Ihrem Auto einen Namen geben? Es ist nicht mehr das jüngste Modell und hat schon so seine paar Kratzer weg, wie auch merkwürdige Reparaturen. Sie haben mit ihm oder ihr eine Beziehung, ganz klar, eine Vertrauensbasis. Es muss sie sicher von A nach B geleiten, fahren oder eben bringen. Gerade wenn Sie mal über 200 km fahren müssen, da wissen Sie, man muss ihm gut zu reden. Sie sagen nein, Ihr Auto, es wird gepflegt, aber einen Namen und das Gut-Zureden. Dies gibt es nicht. Ich rede lieber dem Meister meiner Werkstatt zu, dass der Lehrling bitte die Finger von meinem Wagen lässt.

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Intensivkind & Pflegedienst: Der Start I.

Gut zwei Wochen sind rum und sie hatten es schon gar nicht mehr geglaubt, dass von der Krankenkasse irgendeine Post kommt, ohne nach zu fragen. Doch Ihre Stunden an Pflegedienst, ob pro Tag, pro Woche oder eben Monat, sind genehmigt. Sie müssen jetzt nicht mehr in die Klinik wegen der Infusion und Sie können  nachts wieder schlafen, da Ihr beatmeter Bub endlich eine sichere Überwachung hat, die schnell eingreift, wenn die Beatmung spinnt oder er abgesaugt werden muss.

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Zusatzbeitrag und nicht gewünschte Leistung

Die Krankenkasse zu wechseln trotz Zusatzbeitrag, da fragen sich die einen, was bringt mir es denn, wenn die Leistungen doch vom Gesetzgeber festgelegt sind. Die anderen Kassen ziehen hier eh nach. Es ist also nur ein kurzer Spareffekt. Stimmt schon, aber bei vielen Leistungen, wie gut oder schlecht diese genehmigt werden, da haben die Krankenkassen auch einen gewissen Spielraum. Viele Leistungen des Gesetzes werden erst in Richtlinien präzisiert und selbst dann bleibt dem oder der SachbearbeiterIn immer noch ein Raum fürs Ja oder Nein, frei nach: Richtlinien sind nicht das Gesetz, sondern eine Auslegung.

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Intensivkind & Pflegedienst: Die Genehmigung?!

Die Verordnung ist raus und Sie denken, Sie können sich zurücklehnen und suchen sich jetzt die Infos zusammen, wie es sich lebt mit dem Pflegedienst unter einem Dach. Ach, was schreibe ich. Sie kennen Ihre Krankenkasse und es gibt immer wieder einen Berg an Briefen und trotzdem wird Ihrem Kind dies oder jenes verwehrt. Und Sie wissen, eine Verordnung ist ein Antrag und da gelten immer noch gewisse Spielregeln bei Ihrer Kasse, zumindest bei der jeweiligen Sachabteilung.

Ein Antrag, so spiegelt es sich in meiner Erfahrung wider, ist ein Stück weit mit gutem Willen verknüpft und gewisser (interner) Richtlinien und der Sachkenntnis bei dem Menschen am Schreibtisch. Dabei kann man nicht einmal schlussfolgern, ob er positiv oder negativ beschieden wird, dass bei einer depressiven Wetterlage mehr abgelehnt wird, als wenn die Mitarbeiterin gerade vom Urlaub wieder kommt. Gerne würde ich hier mit einer Studie glänzen, aber ist nicht.

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